Notpaketkarten Ostland - Forschungsgemeinschaft Litauen

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Notpaketkarten Ostland

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Notpaketkarte – Ostland

Für Pakete wurden Paketkarten erstellt und gleichzeitig befördert. Traf ein Paket ohne dazugehörige Paketkarte beim Zustellpostamt ein, so musste das Zustellpostamt eine Notpaketkarte ausstellen. Notpaketkarten wurden als zweiteiliges Formular auf rotem Paper gedruckt. Die Notpaketkarte bestand aus dem Stammteil und dem Abschnitt für den Empfänger. Notpaketkarten wurden erst in der Ostlandzeit in Litauen eingeführt. In der Zeit der 1. Republik wurden keine verwendet.



1. Paketkarte

Zweisprachiger Formularvordruck mit Druckvermerk. C 20 DPOstl. -867-200 00 -3-47 lit.  C 20 = Inlandspaketkarte Auflage 200 000. Das Paket über 6kg wurde beim Postamt Kaunas 3 Šančiai (Schanzen) aufgegeben. Absender war eine Frau Selukienė, Kaunas Šančiai Ivinskio gvė 28. Empfänger:  Julia Mikalajūnienė, Kreis Šiauliai, Joniškis Vilniaus gvė 3, Liaudies bankas (Volksbank).
Šančiai ist ein Stadtteil von Kaunas, entstanden in der Zarenzeit, als Kaunas zur Festung ersten Ranges ausgebaut wurde. Damals SCHANZY genannt. In der Zarenzeit gab es ein eigenes Postamt SCHANZY.


2. Notpaketkarte
Da beim Eintreffen des Paketes beim Zusteller Postamt die dazu gehörende Paketkarte fehlte , musste durch das Zusteller Postamt eine Notpaketkarte ausgestellt werden.



Notpaketkarte als zweisprachiger Formularvordruck


Das Formular der Notpaketkarte sollte die gleichen Angaben zu Absender und Empfänger enthalten. Oben links ist der Aufgabestempel des Empfängerpostamtes abgeschlagen. Dieser Abschnitt war für den Empfänger bestimmt. Da es sich bei Notpaketkarten um Formulare des postinternen Dienstes handelte, war die Ausstellung von Notpaketkarten gebührenfrei. Notpaketkarten wurden in Blöcken von 50 Stück gedruckt.

3. Bescheinigung für den Empfängers


Empfängerbestätigung der Notpaketkarte

Bei Zustellung bzw. Abholung des Paketes musste vom Empfänger eine Empfangsbestätigung unterschrieben werden. Diese Empfangsbestätigung war ein Teil der Notpaketkarte und bestand ebenfalls aus zwei Teilen. Der linke Teil wurde mit dem Paket dem Empfänger ausgehändigt. Tauchte die Originalpaketkarte beim Empfängerpostamt auf, wurden Originalpaketkarte, Notpaketkarte und Empfangsbescheinigung zusammengeheftet und beim Empfängerpostamt aufbewahrt.

4. Korrekte Gebühr?
Die Gebühr für ein Paket für die Gewichtsstufe 5 bis 10kg betrug 1,15 RM. Für das Paket wurden aber 1,25 RM berechnet und auch verklebt (Teil der Frankatur auf der Rückseite).
Frage: Warum wurde eine zusätzliche Gebühr von 0,10 RM berechnet? Zusatzgebühren, wie Lagergebühr, Zustellgebühr und Gebühr für die Notpaketkarte können ausgeschlossen werden.

Antworten bitte an bfels@t-online.de



 
 
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